Mitgliederversammlung und Wahl des neuen TEGEWA-Vorstandes 2026-2028

TEGEWA Vorstand 2026 – 2028 ©️ Katrin Heyer

Am 19. Juni 2026 fand die jüngste Mitgliederversammlung des Verbandes in Bremen statt, die ganz im Zeichen des 75. Verbandsjubiläums stand. Während dies im Rahmen der Abendveranstaltung am Donnerstag gebührend zelebriert wurde, stand am Folgetag turnusgemäß unter anderem die Neuwahl des Vorstandes 2026 – 2028 sowie des Schatzmeisters und der Rechnungsprüfer an.

Die Besetzung des Vorstandes lautet demnach wie folgt:

Als Vorstandsvorsitzender des Verbandes TEGEWA wurde Mark Dohmen, Archroma, bestätigt, welcher dieses Amt seit 2024 ausübt. Als Stellvertretende Vorsitzende fungieren Birgit Holz, CHT, und Dr. Wolfgang Goertz, Evonik. Neuer Schatzmeister des Verbandes ist Dr. Holger Bender, Pulcra.

Die weiteren Vorstandsmitglieder:
Hermann Bach, Clariant
Dr. Felix Grimm, Zschimmer & Schwarz
Joachim I. Henkmann, Stahl
Florian Krückl, Kolb
Dr. Kristina Platkowski, Schill + Seilacher
Dr. Dirk Schär, Sasol
Romy Veit, BASF
Bianca Verstegen, TFL

Als Rechnungsprüfer wurden bestätigt:
Dr. Michael Fleig, Sinarmas CEPSA
Dr. Friedrich Petry, Textilchemie Dr. Petry

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Seit 75 Jahren aktiv im Dienste unserer Mitglieder

Am 15. Februar feiert der Verband TEGEWA sein 75jähriges Jubiläum. Seit seiner Gründung im Jahr 1951 steht TEGEWA für Innovation, Nachhaltigkeit, Verantwortung und Zusammenarbeit in der Prozess- und Performance-Chemie. Mögen auch die Herausforderungen und Aufgaben sich gewandelt haben – damals wie heute ist ein starkes, funktionierendes Netzwerk wie das unsere fundamental, um die gemeinsamen Ziele zu erreichen.

Diese Ziele sind im Jahr 2026, angesichts multipler Krisen, wirtschaftlicher Unsicherheit, geopolitischer Spannungen und einem weltweiten Wanken des demokratischen Grundverständnisses insbesondere folgende:

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Onepager „Enzymes in the textile industry“

TEGEWA und amfep, der europäische Verband der Hersteller und Formulierer von Enzymprodukten, ergänzen ihren im Jahr 2022 gemeinsam entwickelten Leitfaden für den sicheren Umgang mit Enzymen in der Textilindustrie mit dem hier verlinkten Onepager: (mehr …)

Rücknahme der geplanten Beschränkung von 1,4-Dioxan in Tensiden

Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) hat bekanntgegeben, dass Deutschland sein ursprünglich vorgesehenes Beschränkungsvorhaben von 1,4-Dioxan in Tensiden zurückgezogen hat. Hintergrund dieser Entscheidung sind neue Erkenntnisse zu den Eintragspfaden des Stoffes in die Umwelt, die im Rahmen behördlicher Recherchen gewonnen wurden.

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Stellungnahme TEGEWA & VCI im Zusammenhang mit BVT* – Textilindustrie

Das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) legte bereits Anfang 2025 einen Referentenentwurf zur Umsetzung der EU Industrieemissionsrichtlinie (IED) sowie der BVT-Empfehlungen für Textil in deutsches Recht vor. Der etwas sperrige Titel des Entwurfs lautet: „Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Umsetzung des Durchführungsbeschlusses (EU) 2022/2508 über Schlussfolgerungen zu den besten verfügbaren Techniken in Bezug auf die Textilindustrie“. Der überarbeitete Entwurf wurde im Rahmen der Anhörung der beteiligten Kreise nach § 51 BImSchG den betroffenen Verbänden mit der Bitte zur Kommentierung zugesandt.

Mit dieser Verwaltungsvorschrift sollen Anforderungen der BVT-Schlussfolgerungen für Textil aus dem Jahr 2022 sowie die revidierte IED-Richtlinie in nationales Recht überführt werden. Sie enthält umfangreiche Vorgaben zu Emissionsgrenzwerten, technischen Maßnahmen und Überwachungspflichten. Die Betroffenheit in der Textilindustrie ist daher enorm.

* BVT = Beste Verfügbare Techniken
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TEGEWA für Weltoffenheit und Toleranz

Der Verband TEGEWA ist mit Mitgliedsfirmen unter anderem in Deutschland, Schweiz und den Niederlanden, mit engen und freundschaftlichen Kontakten zu Verbänden, Institutionen, Kollegen europa- und gar weltweit ein Wirtschaftsverband, der Toleranz und Weltoffenheit nicht predigen möchte – sondern schlicht seit Jahrzehnten lebt. Unsere Gremienmitglieder haben Wurzeln in Europa oder Afrika, Amerika oder dem asiatischen Kontinent – was zählt, sind ihre Fachkenntnis, der großartige persönliche Austausch, der kollegiale Umgang miteinander und das gegenseitige Vertrauen.

Bei aller, teils berechtigten, Kritik an einzelnen europäischen (Chemikalien-)Gesetzgebungen und legislativen Prozessen: wir sind froh über die Europäische Union und den Abbau von Handelshemmnissen, den freien Handel und die Sicherheit, die eine gemeinsame EU-Gesetzgebung uns bietet. Wir sehen die Schwierigkeiten, denen Großbritannien nach dem Brexit gegenübersteht und betrachten einen „Dexit“ nicht nur als keine Alternative, sondern als größten denkbaren Schaden für Deutschland.

Und bei aller (wirtschaftspolitischen) Kritik an der aktuellen deutschen Gesetzgebung: wir sind froh über das demokratische System, in dem wir leben. Froh, in einem Land zu leben, deren Regierung – notgedrungen – Lösungen zum Thema Migration sucht, doch sich dessen bewusst ist, dass wir ausländische Fachkräfte dringend benötigen, um den demographischen und industriepolitischen Herausforderungen heute und morgen begegnen zu können: große Teile der von uns vertretenen Industriebereiche sind enorm vom Fachkräftemangel betroffen.

Der Verband TEGEWA schließt sich entsprechend den Stellungnahmen zahlreicher Wirtschaftsverbände an, die eine europa- und ausländerfeindlich auftretende Partei als destruktiv begreifen. Sowohl wirtschaftspolitisch als auch gesellschaftlich lehnen wir derartige „Alternativen“ für Deutschland ab – auch wenn wir uns als unabhängig und unparteiisch verstehen und dies seit Gründung des Verbandes 1951 ein einmaliger Vorgang ist.

Wir weisen in diesem Zusammenhang auf die zehnte Europawahl hin, die am 9. Juni 2024 stattfindet und deren Ergebnisse sich auch auf unser Land niederschlagen werden: jede Stimme für Demokratie, Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit zählt!

Das TEGEWA-Team

Erste Hauptversammlung des neuen europäischen Verbandes EUCTL

(Frankfurt, 16.11.2021)

Am 10. Februar 2021 fand die erste – aufgrund der bekannten Umstände virtuelle – Mitgliederversammlung des europäischen Verbandes EUCTL (European Chemistry for Textile and Leather) statt.

EUCTL war 2020 gemeinsam von TEGEWA und dem italienischen Chemieverband Federchimica gegründet worden und soll als europäischer Verband helfen, besser in EU-Gesetzgebungsprozesse eingebunden zu werden und diese aktiv mitgestalten zu können. Die erste Mitgliederversammlung umfasste auch die Wahlen von Vorstand und Präsidenten. Aufgrund von Umstrukturierungsprozessen in der Mitgliedschaft wurde es bereits im September 2021 notwendig, dass der Vorstand von seinem Recht der Kooptation Gebrauch machte und Dr.  Wolfgang Schumann, Rudolf, als Nachfolger des ursprünglichen Präsidenten Herrn Ralf Kattanek bestimmte. Dr. Filippo Pampagnin, Bozzetto, hält die Position des Vizepräsidenten inne. Die weiteren Vorstandsmitglieder sind:

Roberto Ghioldi – E.R.C.A. S.P.A.
Dr. Giuseppe Li Bassi – Lamberti S.P.A.
Dr. Benoit Moutault – CHT Germany GmbH
Marc Smit – Smit & Zoon B.V.

 

Europäische Kommission stellt mit Chemikalienstrategie REACH in den Schatten

(Frankfurt, 15.10.2020)

Mit ihrer am 14.10.2020 veröffentlichten “Chemicals Strategy for Sustainability Towards a Toxic-Free Environment” stellt die Kommission äußerst ambitionierte Anforderungen an die chemische Industrie, die nach den Plänen der Kommission im Zeitraum der nächsten vier Jahre umzusetzen wären. Erscheint die Strategie unter zeitlichen Aspekten als unrealistisch, so sind die inhaltlichen Anforderungen mehr als ehrgeizig. Die vom Verband TEGEWA vertretenen Mitgliedsunternehmen und der Verband selbst sehen sich damit vor enorme Herausforderungen gestellt – Herausforderungen, die selbst jene übertreffen, die unter der im Jahr 2007 in Kraft getretenen europäischen Chemikalienregulierung REACH auf die chemische Industrie zukamen.

Der Schutz von Umwelt und menschlicher Gesundheit ist ein selbstverständliches Ziel der Arbeit unserer Unternehmen und des Verbandes. REACH, dessen Implementierung im Verbandsumfeld von Beginn an mit aller Kraft vorangetrieben wurde, bietet alle Möglichkeiten, gefährliche oder „problematische“ Substanzen zu erkennen und zu regulieren. Inwieweit eine Nachhaltigkeitsstrategie, die eine „giftfreie Umwelt“ im Fokus ihrer Arbeiten hat, einen Mehrwert bieten kann, ist aus Sicht des Verbandes TEGEWA derzeit nicht erkennbar.

In enger Zusammenarbeit mit unserem Dachverband VCI und den europäischen Verbänden sowie mit den Organisationen der industriellen Kunden wird der Verband TEGEWA den Strategieprozess auf allen Ebenen begleiten und die Stimme seiner Mitglieder zu Gehör bringen.